Steffi

08. August 2016

#11

Zeit „Auf Wiedersehen“ zu sagen

Die letzten Wochen meines Freiwilligenjahres waren wunderschöne.
Auch wenn ich das erst allmählich verstehe. Denn dominiert hat während der Zeit zumeist die Traurigkeit alles nun schon zurück lassen zu müssen. Schließlich war man doch erst demletzt angekommen, versteht noch gar nicht ganz so lange was alle um einen rum so sagen … Ja dieses Jahr war nicht immer leicht, es war ein besonderes Jahr, indem ich ganz viel lernen durfte.
Ich wurde nämlich nicht nur Herr über die spanische (mexikanische:D) Sprache, sondern habe die Brailleschrift auch gelernt (und gelehrt).
Anfänglich war es nicht immer einfach ohne große Sprachkenntnisse mit Blinden zu arbeiten, schließlich ist die Basis der Kommunikation hier komplett die Sprache. Was man sagen möchte muss man in Worten ausdrücken. Sehr interessant auch, wenn mir die Kinder immer etwas zeigen wollten, nahmen sie meine Hand und führten diese zu jenem Gegenstand. Die Kinder der Grundschule sind meist in dem Prozess, indem sie erst lernen, dass sie nicht sehen visuell, andere schon… – naja wobei dann ja immer noch nicht ganz klar ist was sehen überhaupt bedeutet.
Nun ja, so habe ich also den Kleinsten von der Vorschule die ersten Braillebuchstaben beigebracht, in der Grundschule gings schon ans flüssige Schreiben und auch Rechnen mit einem bestimmten Rechengerät für Blinde, abaco, das sich aus einem Perlen system zusammensetzt.
Ich habe viele Techniken und Tricks im altäglichen Leben sehbehinderter Menschen kennengelernt, wie z.B. Essentechniken, Geruch- und Hörsinn viel mehr einzusetzen etc.

Ebenso dankbar und stolz bin ich, was ich in Codeni noch lernen durfte. Der Organisation, die die Rechte von Kindern fördern, und ihnen und ihren Familien helfen will den Weg aus der Straßenarbeit und Armut herauszufinden.
Ich durfte mich stets freuen an dem Elan meiner kleinen Tanzmäuse, die ich im Haus CODENI leitete, kleine freche, starke und so liebenswürdige Mädels.
Spaß gehabt, Ideen eingebracht, Lieder gesungen, komponiert, die Englische Sprache (hoffentlich) näher gebracht 😀 mit Straßenarbeiter und Transmigranten gesprochen … daraus setzte sich meine Arbeit meist zusammen.
Ich habe verstanden mit wieviel sie zu kämpfen haben, wieviel schwieriger es der Staat ihnen doch auch meist noch macht und wie sehr solche Kinder auf sich alleine gestellt sind.

Zum Land Mexiko kann ich sagen, dass es traurig ist, dass damit nur Unsicherheit und Drogen asozziert werden. Mir ist nie ernsthaft etwas geschehen oder habe schlechte Erfahrungen damit gemacht. Ich denke es ist viel mehr Kriminalität, die mit großem organisierten Verbrechen zusammen hängt. Das heißt Drgenbosse und -gruppen, die bestechen, erpressen, töten und verschleppen im Zusammenhang mit einer Polizei, die sich bezahlen lässt oder wegschaut.
Das ist die eine Seite. Die andere ist ein sooo facettenreiches Land. Reich an Kultur und Geschichte durch die indigene Bevölkerung, reich an Kunst und typischer Kleidung Essen und Traditionen und natürlich jedermenge Festlichkeiten.

Nun ich habe hier auch gelernt wo so Spenden (aus westlicher Welt) hingehen und auch wirklich benötigt werden!… Darum möchte ich euch daran erinnern, weiter zu spenden – für die Projekte, in denen ich arbeitete – aber auch generell immer wieder sich zu erinnern, dass man einen kleinen Teil seines Geldes stets in Menschen und Organisationen investieren kann, die wirklich davon überleben.

Ich möchte allen danken, die mich in diesem Jahr unterstützt haben und Teil hatten in diesem Jahr als Freiwillige im wunderschönen Mexiko.

Les quiero y que dios les bendiga!

Esteffi 🙂

 

 

 

 

 


04. Juli 2016

#10

badbad

43

Das ist die Zahl, die jedem im Zusammenhang mit Mexiko begegnet.

43 . Das ist eine dunkle Ziffer.

Es sind 43 Verschwundene. Tote? Man weiß es nicht.

43 Studenten, angehende Lehrer, Söhne. Menschen, die was erreichen und was ausrichten wollten in ihrem Leben. Und dafür hatten sie gekämpft.

Es war die Nacht des 26. Septembers 2014, an dem Studierende der Pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero einen Protest gegen die schlechte Regierung organisiert hatten. Das traurige Resultat des Aufstandes waren 25 zum Teil schwer Verletzte, sechs Todesopfer, die von der örtlichen Polizei erschossen wurden und 43 Verschleppte. Das dabei anwesende mexikanische Militär sah dem Geschehen tatenlos zu.

Doch war es ein Verbrechen, von dem noch immer nicht klar ist, wer darin alles verwickelt ist, und wer die Schuld trägt. Es gibt Beweise, die zeigen, dass örtliche Funktionäre wie Bürgermeister, die örtliche Polizei, das Drogenkartell „Guerreros unidos“ für das Geschehen verantwortlich sind. Viele Hypothesen, besonders seitens der Regierung, dass die Studenten in die Hände der Drogenmafia übergeben wurden, auf einer Müllanlage verbrannt und vergraben, erschossen, erstickt worden seien… Durch die Einschaltung einer internationalen Kommission für Menschenrechte, der „Expertengruppe“, die den Fall aufklären sollte, wurde das meiste davon widerlegt.

Die Leichen der Studenten wurden bisher nicht gefunden. Dafür aber Massengräber und andere menschliche Überreste, die nicht zugeordnet werden konnten, wodurch womöglich noch mehr Fragen aufkamen. Doch die ersuchte Antwort hatte die Kommission bis zu ihrem Ermitteln im April nicht gefunden. In dem Wirrwarr von Unwahrheiten ist nur eins klar: die Regierung behindert die Aufklärung, erfindet Erklärungen, möchte, dass Schweigen eintritt.

Doch die starken, hoffnungsvollen Eltern schweigen nicht. „Ayotzinapa lebt“ wird auf den Protesten geschrien. Die Eltern kämpfen noch immer für die Aufklärung des Falles, haben ihre Wohnsitze aufgegeben um für ihre Kinder zu kämpfen. Sie haben durch ihre Stärke eine ganze Welle von Protesten und Aufruhr gegen die Regierung ausgelöst.

Ihr seid nicht allein“ hört man Teilnehmer der Proteste rufen.

Ja, diese Eltern von Ayotzinapa sind wirklich nicht allein. Der Fall steht nämlich für so viel mehr verschleppte, ermordete, vermisste Personen. Es ist kaum vorstellbar, dass ungefähr 80.000 Menschen in Mexiko vermisst werden, um die 30.000 Menschen verschleppt. Es kann sich also wirklich eine ganze Nation, zigtausende Mütter und Väter, mit diesem Vorfall identifizieren

Was den Studierenden von Ayotzinapa passiert ist, war kein Werk der Drogenmafia, sondern der korrupten Institutionen des mexikanischen Staates, die vielmehr Teil des organisierten Verbrechens sind.

Es ist traurig, wie wenig Menschenrechte in einem doch eigentlich demokratischen Land eingehalten werden. Hinzu kommt, die Aufklärung der Strafdelikte in Mexiko liegt bei nur 5%, kaum vorstellbar. Doch gut vorzustellen ist, dass das Volk „justicia“ einfördert. Es vereint sich ein Volk gegen die Ungerechtigkeit. Es schafft durch ihre Aktionen und durch Organisationen eine Welle der Solidarität, in denen alle gemeinsam versuchen, ein besseres Land zu schaffen.

1555396_607381382721532_2312141985677559098_n„Wir verlangen Gerechtigkeit“

index„Ayotzinapa – Terrorismus des Staates“

jkdfgh„Uns fehlen 43“

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„Ayotzinapa lebt – der Staat ist gestorben“

kkkkProtestierende in den USA – ein Fall, der Menschen weltweit bewegt

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„Zwischen 2011 und 2016:

  • 9 von 10 mexikanischen Staatsbürgern wurden Opfer von Gewalt
  • 11.000 Frauen wurden vergewaltigt
  • 70% der Tötungen wurden vorsätzlich begangen“

Gewalt mex

„Missbrauch durch Sicherheitskräfte

Rot: Sexueller Missbrauch     Gelb: Gewalttat ohne sexuellen Missbrauch

Marine | Komunalpolizei | Landespolizei | Militär | Bundespolizei (höchste Ebene)“


15. Juni 2016

# 9 Marienmonat Mai

ein Monat der nicht nur viele Freuden, und Segen brachte sondern auch viele Geschenke

Meine Lieben, ich glaube gerade in den letzten Monaten habe ich den besten Beweis dafür geliefert, wie sehr ich nun im hier und jetzt lebe, viel arbeite, beschäftigt und unterwegs bin. Ich kann und will mir es kaum vorstellen, meine geliebte Heimat Guadalajara – Mexiko – bald schon wieder zurück lassen zu müssen.

Doch bevor das soweit ist, möchte ich euch nochmals ganz teilhaben lassen, an meinem Alltag, meinen Entdeckungen, Problemchen, Faszinationen, Fragestellungen und ganz besonders an meinem Abschied von hier.

Nun macht euch gefasst… auf Stoff zum Lesen in den nächsten 5 Wochen.

Wöchentlich möchte ich euch berichten von meinem Alltag, aber auch wichtige Themen behandeln wie Ungerechtigkeit/ Armut, Sicherheit, Drogenkrieg Mexiko, Blindenarbeit, mexikanisches Essen …

Nach wie vor bin ich immer noch begeistert davon, wie und was alles die Mexikaner zu feiern haben.

Nun einen kleinen Überblick zum Monat Mai:

o    5. Mayo: Batalla de Puebla, “die Schlacht von Puebla”, bei der 1862 im Rahmen der Französischen Intervention die mexikanische Truppen gegen Frankreich gesiegt haben; das bedeutet hier vor Ort die Demonstrierung der Größe des Militärs, Paraden, Nationalstolz…

o    10. Mayo: Día de la mamá, wozu es bestimmt in jeder Schule des Landes eine Feier gab, so auch in unserer, auf einem schönen Gelände, wie es hier üblich ist. Es wird zu besonderen Feiern, wie auch Geburtstage etc. ein schöner Platz gemietet. Zum Thema Zirkus hatten wir mit den Vorschülern eine Clownshow eingeübt. Mit der Grundschule ein weitaus schwierigerer akrobatischer Part.

Eine kleine Herausforderung für die Kleinen, zu wissen wo das Publikum ist, zu wissen wohin, wenn man nichts sieht. Schließlich ist es während der Aufführung ziemlich still, so fehlt die Akkustik zum orientieren und auch auf einem so freien Raum wie die Bühne fehlen Gegenstände und Wände zum abtasten.

o    15. Mayo: Día del maestro, es wurde der Tag der Lehrer gefeiert, worüber sich auch die Maestra Esteffi über viele Geschenkchen freuen durfte 🙂

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o    15. Mayo: Pentecostés, Pfingsten wurde zu meinem Überraschen kaum gefeiert, außer der thematischen Messfeier fand dieses Hochfest kaum Bemerkung, so blieben auch die Ferien aus ;))

o    18. Mayo: Da der Monat Mai besonders der „Virgen“, Jungfrau Maria, gewidmet ist, wird das in Mexiko auch ganz wichtig und groß gefeiert. Da ich in einem Wohnheim lebe, das von Schwestern der unbefleckten Empfängnis geführt wird, darf ich an diesen kirchlichen Hochfesten ganz nah teilhaben. Täglich fand bei uns eine Marienprozession durch das Haus statt, bei der eine Marienstatue von Lichtern, Blumen und Gesang begleitet zu den verschiedenen Zimmern getragen wurde. Am 18. Mai empfingen meine liebe Zimmermitbewohnerin Franzi und ich die Muttergottes, unser dafür gestaltete Altar:

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o    Da auch ich zu den Geburtstagskindern dieses schönen Frühlingsmonats zähle, möchte ich euch von meinem besonderen Tage noch erzählen:

Ein lauter Gesang von Geburtstagsliedern erhallte zu Mitternacht unser Wohnheim. Es war ein Haufen von Mädels, die mich mit Luftballons, Kuchen und den „Manianitas“, dem typisch mexikanischen Geburtstagslied, überraschten. Völlig baff noch musste ich natürlich das übliche Geburtstagsritual vollziehen. Die Kerzen auf der Torte auspusten, und in das meist mächtig sahnige Gebäck beißen. Durch einen leichten, nein eigentlich meist gscheid kräftigen Klapps auf den Hinterkopf während des Reinbeißens, hat dann aber eigentlich jedes mexikanische Geburtstagskind ein Gesicht voller Sahne 😀 Lustig ists, und lecker schmeckts!

Nichtsdestotrotz meldete sich der Alltag morgens um halb acht und es ging los in die Blindenschule. Mich erwarteten ganz herzliche Glückwünsche der Kinder, doch fand der normale Unterricht in der Vorschule statt wie das Arbeiten mit verschiedenen Materialien, dem Beibringen des Alphabets auf der Perkins-Blindenschreibmaschine …

Doch was ich nicht erwartete: Als plötzlich verkündet wurde „Genug gearbeitet, jetzt feiern wir die fiesta für die Esteffi“. Mit einem lauten „Überraschung“ kam die andere Vorschulgruppe mit den noch Jüngeren dazu, hatte ein großes Banner gestaltet, mir wurden die „manianitas“ gesungen, Karten in Blindenschrift sowie in Handschrift (von den Mamas), Bilder und Geschenke überreicht, es wurden Tacos, und Kuchen serviert und wilde Spiele gespielt. Ich war so überglücklich, überrascht was die Mamas und die Lehrer ORGANISIERT hatten, ich hatte niemals gedacht, dass ich so einen wichtigen Platz für so viele Personen und Persönchen hier habe.

Meine Familie machte mir die große Freude bis tief in die Nacht wach zu bleiben um mit mir noch reden zu können und nach einem Abendessen mit einigen Freundinnen von hier, bei dem ich nochmals in eine Torte beißen musste (…) hatte ich wohl einen so unvergesslich schönen mexikanischen Geburtstag, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird.

Nun ich melde mich bald schon wieder,

hoffe es geht euch allen gut,

hasta luego

Steffi J

06. April 2016

#8

Die Sonne prallt herunter. In langer Hose und T-Shirt, was hier trotz der Hitze jeder in dem konservativen Land trägt, warte ich auf den Bus, der mich zu meiner zweiten Arbeit, dem Straßenkinderarbeiterprojekt, bringt und nerv mich nochmals über den Platten meines Fahrrads.
Plötzlich erklingt eine Männerstimme hinter mir, die fragt, ob ich einen Kaffee trinken gehen will, auf mein verstörtes Gesicht, Phrasen auf Englisch daher stammelt.
Ich schaue in ein vernarbtest Gesicht, offene Wunden und welche die verheilt sind.
Ich überlege, ob ich die Frage nach meiner Herkunft wirklich wahrheitsgetreu beantworten soll, schließlich komme ich dadurch immer wieder in verzwickte Gespräche und höre Aussagen wie, „das ist ein Leben in einer anderen Welt“, „du kommst aus der ersten Klasse“, „Glückwunsch“…
Er erzählt mir, von Freunden, dem Marihuana rauchen, wie oft Ich hier schon geraucht habe. Er lebe mit seinen verkrüpelten Beinen auf der Straße und auf meinen Versuch hin, die vielen Möglichkeiten von Unterkünften, Zufluchtsorten und Essensausgaben nahezulegen, lacht er nur und beteuert seinen Drang auf Freiheit. Er beginnt von seinen Operationen im Gesicht zu erzählen, bei denen er meinte, das Werkeln an seinem Schädelknochen währenddessen gespürt zu haben.

Doch es bleibt eine Distanz zwischen uns. Es ist der Zwiespalt, dem man ausgesetzt ist. Schließlich sollte man ja vorsichtig sein, kein Vertrauen „solchen Leuten“ schenken. „Hab ich meine Wertgegenstände alle bei mir?“. Und im selben Moment schießt mir das Motto der Jesuitenmission, meines Freiwilligenjahres in Mexiko, durch den Kopf: 

„weltweit mit den Armen“.

Das eben gerade erwartet, ohne Diztanz, ganz nah mit diesen Personen zu leben.

Doch es ist nicht immer leicht, diesen auf Augenhöhe zu begegnen, ohne Vorurteile und Distanz eines selbst und mehr auch noch durch die Menschen hier vor Ort, denen man visuell schon nicht gleicht, mit all den kulturellen, sprachlichen, Herkunfts-, Werte- und Verständnis- Unterschieden „auf Augenhöhe“ zu begegnen.

Es bleibt mir also nur der Versuch, dem täglich nahe zu kommen, und doch auch ein Leben im Einklang mit sich selber, mit Freundschaften und Hobbies, abseits vieler Probleme, zu leben.


26. Februar 2016

#7 Dunkle Seiten

Meine Lieben, in Deutschland sind es die Straßen“penner“, an denen man vorbeisaust. Vor ihnen steht ihr Tässchen, ein Hut oder was dem Zwecke dient. Man kämpft mit sich selbst. „Sollte ich mich verpflichtet fühlen? Kann ich überhaupt etwas daran ändern? Oder geb ich meine übrigen roten Münzen, nein doch besser etwas immaterieles? Ein wenig Zeit, ein nettes Gespräch?“
Ach schon ist man vorbei und hat der armen Person doch nichts geschenkt, nicht ein Lächeln, nicht mal einen aufrichtigen Blick. Man schaut weg.

Hier in Mexiko, hier kann nicht weggeschaut werden. Es sind Kinder von vier, fünf Jahren, Jugendliche deines Alters, Indigene Frauen, mit ihrem 20 Tage jungen Baby im Tuch vor ihrem Körper eingewickelt und ihre anderen Kinder, die schon laufen können, haben schon ihre eigene Schachtel in der Hand. Sie sitzen hier also nicht nur am Straßenrand, sie kämpfen wirklich ums Überleben. Es sind Kaugummis, kleine typisch mexikanische Süßigkeiten, Zigaretten, …die sie in ihrem Bauchladen transportieren. An Straßenkreuzungen vor Ampeln sind es dann Autoputzer, meist männlich aber auch da sind die Kleinen schon dabei, die die Autoscheiben nur errreichen, indem auf die Haube gesprungen und von dort aus während die Ampel auf Rot steht, geputzt wird.

Seit Anfang des Jahres habe ich begonnen, zusätzlich in einer Institution für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße arbeiten und verkaufen, zu arbeiten. CODENI „Centro Pro Derechos de la niñez“ ist der Name der Einrichtung. Es sind Kinder, die durch ihre Arbeit(!) schon früh lernten, erwachsen zu sein (zu müssen), einem nur sehr langsam und vorsichtig Vertrauen schenken und schon sehr selbstständig sind.

In diesem Haus will ihnen aber nicht nur Platz geschaffen werden um Kind zu sein, Leidenschaften und Begeisterungen für Sport, Spiel, Kunst oder Musik zu entwickeln, das Hauptziel ist es, die Verwurzelung in der Straße zu überwältigen, sie auf ein Leben abseits der Straße vorzubereiten, mit Perspektiven.
Um die Problematik zu verdeutlichen, auf die Frage hin, was der kleine Mauricio mal werden möchte, schaut er einen verdutzt an, versteht nicht ganz und antwortet, dass sein Papa Chipsverkäufer ist, sein Opa war es schon und er wird es auch sein …

So ist es also wichtig, erstmals eine Schule zu besuchen, womit wir mit Hausaufgaben helfen, jeglichen schulischen Schwierigkeiten, wenn die Eltern die Sprache nicht können (Indigene) oder selbst überfordert sind, weil sie teilweise auch nur in der Grundschule waren. Außerdem wird auch noch Nachhilfe angeboten, wobei ich für Englisch zuständig bin. Auch geb ich Gitarrenuntericht und geh mit meinem Kollegen immer auf „recorridos“, eine Art Streetworking, auf Rundgänge im Zentrum Guadalajaras mit dem Fahrrad.

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Meine neue Arbeitsstelle am Mittag: CODENI „Centro Pro Derechos de la Niñez“

Es ist eine so interessante Arbeit, die mich einfach so erfüllt. 🙂
Auch wenn man oft mit harten Schicksalen, Geschichten und Fakten zu kämpfen hat.
Auch mit simplen Tatsachen, wie, man will einen Gitarrenunterricht starten, mit dem Interesse von sieben, acht Kindern, es stehen sogar einige Gitarren zur Verfügung, nur fehlen Saiten bzw. das Geld dazu. Seit letzter Woche hat man jetzt das Geld von einem Spender bzw. eines Paten eines Kindes dafür eingesetzt, Gitarrensaiten (ca. 7€) zu kaufen.
Ich arbeite nun also viel, bis in die Nacht, genieße aber gleichzeitig von ganzem Herzen diese Zeit, stets unterwegs mit meinem bicicleta, Fahrrad, zu all meinen Arbeiten und Unternehmungen, auch wenn es in der wilden Großstadt mit den vollen Straßen, 6-spurigen Avenidas und den vielen Schlaglöchern oftmals eine Herausforderung darstellen kann 😀

Die letzte Woche gings außerdem von Guadalajara, meiner 6 Mio. Einwohner Stadt in die 22 Mio. Einwohner Hauptstadt, Mexiko City. Uuunverstellbar groß, aber dennoch schön und reich an Kultur, zudem es ja schon die Hauptstadt der Maya war und in der Nähe auch die Einwohner von Teotihuacán lebten, mit ihrer Sonnnenpyramide, der Drittgrößten der Welt.
Wir hatten dort unser Zwischenseminar mit deutschen Freiwiligen aus ganz Mexiko unterschiedlicher Organisationen, das wie unser Programm „weltwärts“ verpflichtet, Teil der Vorbereitung dieses Freiwiligenjahres ist. So war es reich an wichtigem Austausch, Informationen über Mexiko, Kommunikation, Konfliktbewältigung und Sensibilisierung.
Eine wunderschöne Zeit, zwar ganz ungewohnt deutsch plötzlich, doch echt wichtig, sich auszutauschen können und zu sehen mit was so Gleichgesinnte genauso zu kämpfen haben 🙂

Wir haben auch noch ein Projekt einer Freiwilligen von Misereor, Sonja, besucht, die in einer Menschenrechtsorganisation in der Hauptstadt arbeitet.
Das “Centro de Derechos Humanos Miguel Augustin Pro Juárez A.C.”, kurz Centro Prodh, steht ein für Opfer von Menschenrechtsverletzungen, wie etwa Folter, außergerichtliche Hinrichtingen, Benachteiligung der indigenen Bevölkerung, auch den Fall der 43 verschwundenen Studenten, dafür, dass es immer noch keine Klarheit über die Geschehnisse gibt, gegen die Beteiligung und die verfälschten Ermittlungen der mexikanischen Regierung sowie gegen die allgemeine Straflosigkeit in Mexiko.
Es ist unglaublich, wie wichtig die Arbeit einer NGO ist, in einem Land in der die Regierung weder für die Rechte der Bevölkerung einsteht, mehr noch Verantwortlicher von Kriminalität, Straffreiheit und Verschleppung von mehr als 26.000 Menschen ist.

Bei Interesse noch mehr über die Arbeit und besonders den Fall von Ayotzinapa, den 43 verschwundenen Studenten zu erfahren, kann ich euch den Blog von Sonja nur so empfehlen!

https://sonjavoluntaryworkmexico.wordpress.com

Ich hoffe es geht euch in Deutschland alle gut, ich freue mich immer von euch zu hören.
Von Herzen eine gute Zeit wünsche ich euch,
Steffi


31. Dezember 2015

#6 „Stille“ Nacht Heilige Nacht

Meine Lieben, noch so fern von Familie und Heimat und all dem was man mit Weihnachten verbindet, kann ich doch nicht behaupten, dass ich hier nicht in Weihnachtsstimmung kommen konnte. Denn hier in Mexiko wurde Weihnachten wie so viele Festlichkeiten ordentlich gefeiert, nur ganz so ruhig wie ich es aus Deutschland kannte wurde es nicht.
Der „Weihnachtszauber“ verfolgte mich gar täglich bis in mein Zimmer im Wohnheim, von woaus ich nicht nur die dröhnenden Weihnachtslieder hörte, die von den bunt krell leuchtenden Weihnachtsketten (die übrigens auch in jeder Kirche am Adventskranz normal sind) und der kitschigen Weihnachtsdeko im Treppenhaus abgegeben wurden, auch in den letzten Tagen vor Weihnachten fanden täglich Posadas in einem Festsaalsgebäude direkt vor meinem Zimmer statt.
Und ich selbst war auch auf so einigen Posadas eingeladen, was das ist?
Nun Adventszeit heisst hier weder Adventskranz/-kalender und Schnee, noch kommt der Nikolaus, oder gibt es Weihnachtsmärkte. Doch was von wirklich allen Schulen, Betrieben und auch in der Nachbarschaft veranstaltet wird sind hier die posadas oder ist einmal feiern zu wenig auch manchmal schon pre-posadas 😀
Es sind Feste, die 9 Tage vor Weihnachten beginnen, dabei bedeutet jeder Tag ein Monat der Schwangerschaft von Maria (weshalb in der Nachbarschaft jeden Tag woanders gefeiert wird). Sie stellen die Suche Marias und Josefs nach einer Herberge vor Jesu Geburt dar.
Das ganze beginnt dann mit dem Singen von einem Lied das genau diese Geschichte wiedergibt. Dabei stellt sich die eine Gruppe der Anwesenden vor die Türe und nimmt die Rolle von Maria und Josef ein, die um Einlass bitten. Die andere Hälfte, die hinter der Türe steht, nimmt die Rolle der abweisenden Herbergsväter ein und so werden die Strophen im Wechsel gesungen und im Anschluss folgt der Einlass, viel Spiel, Spaß und gutes Essen!
So und nun sind wir hier in Mexiko, natürlich ist da (miiiindestens) eine Piñata Pflichtprogramm! Eine Piñata ist ein erbastelter Hohlkörper aus Pappe der mit Süßigkeiten befüllt wird. Die traditionelle piñata ist eine Kugel mit 7 Spitzen, die die Todsünden darstellen. Auf die Piñata wird mit verbundenen Augen eingeschlagen, bis sie zerstört ist. Jeder darf sich genau während der Dauer eines Liedchens/ Strophe versuchen. Fallen die Süßigkeiten heraus, symbolisierend den Segen Gottes, stürzen sich alle verrückt kreischend, jeglichen Alters, auf die Pracht. Das ist jedes Mal aufs neue zum Umfallen witzig 😀
In meiner Schule fand diese Posada auf einem schönen, von Sponsoren gestellten Grundstück mit vielerlei Spielen, Hüpfburgen und Trampolinen statt, wodurch wir eine superschöne Zeit und Spaß mit den niños hatten.

Die Arbeit mit den Kindern und auch Eltern ist nicht immer leicht, wenn sie zuallererst mal nicht regelmäßig kommen aufgrund der für manche Familien zu hohen Anfahrtskosten (eine Busfahrt kostet ihr ungefähr 20ct, unabhängig der Länge der Strecke) und dann auch manchmal noch dazukommt, dass sie (zu) weit außerhalb wohnen, sodass sie schon einfach 2 h bis zur Schule brauchen, sprich 4 h täglich. Es gibt traumatisierte Kinder, was in den Familien stattfindet, das weiss man leider nicht immer und manche Kinder deren Krankheit sich mehr und mehr verschlechtert. Wie sie aus ganz unterschiedlichen Elternhäusern kommen, haben wir aber auch Eltern, die unglaublich bemüht sind in der Zusammenarbeit mit der Schule zum Wohl ihres Kindes, und auch außerhalb ganz viel Liebe und Zeit investieren.

Doch davon abgesehen war die Zeit vor Weihnachten eine sehr Schöne. Wir hatten mit den Kindern schon vor Monaten begonnen Stücke, Weihnachtslieder und Tänze einzustudieren für die Posada und das kommende Krippenspiel, das in einem richtigen Theater aufgeführt wurde. Und man bedenke es sind blinde Kinder, also nicht ganz einfach sich auf einer großen Bühne sich zu orientieren. Vor den Ferien gabs nicht nur für die Kinder, auch für mich dann so einige Bollos, kleine dekorierte Tütchen mit Süßigkeiten befüllt, es wurde in der Posada für die Lehrer gewichtelt „intercambio“ und viele super lustige Spiele gespielt und gesungen, in denen was gewonnen werden konnte. Und so konnte auch ich mich über so einige Weihnachtsgeschenkchen freuen, zumal es hier sowas wie eine Bescherung, bei der hunderte Geschenke unter einem Baum liegen eh nicht gibt… Der Norden von Mexiko freut sich außerdem auch nur über Geschenke von den Heiligen Drei Königen. Hier in Guadalajara ist es noch der niñito jesús, das christkindchen, oder modern manchmal auch der Santa Claus, der dir Freuden bereitet.

Heiligabend, noche buena, hatte ich mit meinen Schwestern und Mädels vom Wohnheim tanzend wild, laut und bunt gefeiert. Und die weihnachtliche Besinnlichkeit scheint für Mexikaner nur wenig Sinn zu machen, „schliesslich ist es ein großer Geburtstag von einer so wichtigen Person, niñito jesús“ und da darf das Geburtstagslied in der Kirche für ihn natürlich auch nicht fehlen… 😀
Für die darauffolgenden Tage wurde ich von einer Freundin, und meiner Zimmerkollegin, zu sich ins Dorf eingeladen, von deren Familie drei Hochzeiten stattfanden, was hier um Weihnachten wohl Tradition hat.

Ich durfte dadurch wirklich einzigartige Erfahrungen sammeln. Ich kam in Dörfer, mit 7 h Anfahrtszeit, für die Flüsse passiert werden mussten, vorbei an Ur/ und Palmenwälder und so wohnte ich dann in Dörfern mit der (Groß!) familie, die ein Häuschen mit zwei drei Zimmern hatten, vor dem Haus eine „Art“ Küche über der Feuerstelle wurde gekocht, und ein paar Hühner und (Straßen)hunde stets um einen herum. Zur Hochzeit kamen die Coras, indigene Nayarits, Bundestaat in Mexiko, aus ihren Bergdörfern, und so wurde entspannt gefeiert wie es die Mexikaner, besonders in den Dörfern sehr gut können („sie ham die Ruhe weg“ :D) Mit Tanzen, Tänzen um den Brautstrauss und gutem Tequila.
Eine so wunderschöne Zeit mit der Familie, in der ich soviel Herzlichkeit und Gastfreundschaft spüren durfte!

Hier denke ich mir, wir in Deutschland haben sooo viel, nur keine Zeit…
Ich hoffe also ihr hattet alle ein paar ruhige Tage mit Familie und alle die einem lieb sind, ein gutes Neues Jahr mit viel Friede, Freude und Zufriedenheit aus Mexiko.

Ganz herzliche Grüße, Steffi


#5 día de muertos

Düfte, Gesänge und Geschmäcker – ein ergreifendes Gefühl einer ruhigen Freude vereint mit den zurückgekehrten toten Angehörigen an diesen Tagen

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23. November 2015

#4 wie, wo, was ich lebe – mein Alltag

Montag, 8:55 Uhr. Um 9:00 Uhr beginnt erst der Unterricht, so sind es die sehr pünktlichen Schüler die zu dieser Zeit schon an der Helen Keller Schule anzutreffen sind. Und da stolpert Edwin auch schon zur Schultür in den großen Patio (schulhof) herein. Langsam, aber zappelnde, vorantastende Schritte. Um so das Sehen den Füßen zu überlassen.
Edwin sind keine Augen angeboren, doch aber bei der Geburt eine Gaumenspalte, wodurch er nach den vielen Operation auch das Gefühl in Nasen- und Mundpartie verlor und Schwierigkeiten beim Sprechen hat. Doch ist er im Unterricht, in meiner zweiten Klasse am Mittag, ein so toller, interessierter und liebenswerter niño.
Ich stehe gerade auf der anderen Seite des Schulhofs, plaudernd mit einer anderen Lehrerin, doch muss er mich wohl trotz der Entfernung mit seinen listigen Ohren erkannt haben und eilt schon in meine Richtung mit den Rufen “Maestra Esteffi, Maestra Esteffi”. In der Hand eine blaue Süßigkeit ähnlich einer Art Lolli, in der Form und Größe einer Rose. Ganz begeistert springt er auf mich zu und erklärt mir aufgeregt, dass er eine rote Rose für mich hat. Was ich verstanden habe war, dass sie nicht rot sondern blau war, ja, aber für mich? Nicht deine eigentliche Lehrerin, der Studentin in der Klasse oder für andere Lehrerinnen, die dir schon jahrelange ganz vertraut sind. Nein eine Rose nur für dich Esteffi… 🙂

Um nur eine von vielen schönen Situationen von meiner Arbeit an der Helen Keller zu beschreiben.    Meine Arbeit, das ist eine spendenfinanzierte Schule für blinde und sehbehinderte Kinder, deren Lehrer(innen) hier alles für ihre Schützlinge geben, um Sponsoren kämpfen und sie wirklich durch Empowerment auf ein eigenständiges Leben vorbereiten wollen.
So ist es meine Aufgabe jeden Tag erstmals an meine Arbeit zu gelangen. Auch ein erwähnenswertes kleines Abenteuer. Man hat es wohl schon gehört, Lateinamerika – Autobusse – an Straßenrand stehen – Hand ausstrecken – Bus hält. Ja so die Theorie, nach Wochen (des abundzu vergeblichen fast stundenlangen Wartens am Straßenrand) habe ich herausgefunden, dass es doch sowas wie Haltestellen, ca. alle zwei, drei Blogs gibt. Und so trifft es dann in der Praxis aber auch zu, Handausstrecken, wenn der Chauffeur meint, es lohnt sich nur wegen mir zu halten, hält der Bus, ich steige in einen übervollen Bus (übervoll heißt hier was anderes als in Deutschland) ein, hoffe, dass heute, weder meine Haare, noch Arme,… in die Bustüre eingeklemmt werden, gebe mein Geld an den Busfahrer durch, zurückwandernd mein Ticket und stehe dann nun eine gute halbe Stunde, Körperkontakt wie Haut an Haut zwischen den mexikanischen Straßenverkäufern, Arbeitern, schminkenden Frauen. Ich schanze über die abervielen topes, eingebaute Straßenbarrieren, schaue aus dem Fenster, sehe arme krüppelige Bettler die von Auto zu Auto vor den Ampeln gehen, schmutzige Kleinkinder mit Bauchladen, Autoscheibenputzer, Mütter die ihr “Glück” auf der Straße versuchen, drei, vier Kleinkinder um sie herum, eines schlafend im Bauchtuch an ihrem Körper. Das Paradoxon, eine kleines Studentchen mit “fettem” Auto, wohl vom Papa gesponsert, in dem normalerweise Platz für fünf (hier zehn Leute) wäre, die an diesem Bild vorbei rast. Und so steh ich im camión, fliege über noch einen Betonhügel und mir fällt auf, dass mir schon gar nicht mehr auffällt, wieviele Meter die hohen Zäune mit Maschendraht vor jedem Haus messen, hinter denen ein eigenes, so luxeriöses Leben man könnte meinen in einer anderen Welt stattfindet.

Das letzte Stück meines Weges erreiche ich per Fuß. Schon fast verschwitzt bei 20 Grad morgens um 9 Uhr erreiche ich die Helen Keller Schule. Und so beginnt mein Tag als Maestra Esteffi 😛 mit der Formacion aller Schüler im Schulhof. Anschließend gehts für alle Schüler in ihre Klassen. Für mich in die preescolar, Vorschule, in der wir auf die Sensibilisierung der Sinne und besonders der Hände für das Erlernen der Brailleschrift hinarbeiten.

Nach „Schul“schluss für meine Kleinen, wechsel ich um 12.00 in die Primaria, die Grundschule, und begleite diese zu Mittagszeit auch zum Essen, gebe Hilfestellung und laste noch unsere brilliante Köchin Chayo in der Küche aus. Am Mittag finden in der Schule dann für alle Grundschüler kreative Klassen, wie Theater, Musik, Englisch, Sport und Schwimmen statt, von denen ich nun mit meiner anderen Freiwilligen auch schon eigene Klassen gegeben habe.

Ein Unterricht an der Helen Keller Schule gestaltet sich tatsächlich sehr individuell, da wir nicht einfach nur blinde Kinder, viele Kinder auch mit Mehrfachbehinderung einhergehend mit Sehbeeinträchtigung haben, blinde Autisten, blinde geistig fitte Kinder, manche die ihr Sehvermögen in naher Zukunft erst verlieren werden, Seh- und körperbehinderte Kinder… und so bedarf es bei einer solchen Vielfältigkeit meiner Hilfe und Unterstützung im Unterricht, was mir durch die pädagogische Arbeit, bei der ich auch schön kreativ werden darf, riesen Spaß bereitet, ich liebe meine niños von ganzem Herzen und bin dankbar, Teil dieser Schule, Teil dieses Herzensprojekts sein zu dürfen. 🙂

An den Wochenenden bin ich ganz oft außerhalb von meiner sechs Millionen Einwohner Stadt. Die Mädels aus meinem Wohnheim kommen aus ganz Mexiko und so kann ich mich glücklich schätzen übers Wochenende dann bei Freundinnen daheim eingeladen zu sein und in den mexikanischen Familien wirkliche Gastfreundschaft genießen zu dürfen, Feste zu feiern in denen das ganze Dorf eingeladen ist, auf dem Dorfplatz dem Marktschreier mit seinem Angebot von 3 kg Mandarinen für ca 1,30€ zu folgen, das Ambiente von Palmen mit den anderen Jugendlichen, die Jungen dabei schon ganz wie ihre Väter mit Sombreros, genießen, im Pickup vorbei an einer typisch mexikanischen Männerkneipe, die Pferde der “Cowboys” davor angebunden, und viele viele atemberaubende Landschaften, die sich in keine Kamera der Welt packen lassen.
Nur ein kleiner Einblick in mein schönes Mexiko mal wieder.

Ich hoffe es geht euch meine Lieben in Deutschland alle gut, und dass ihr die Weihnachtszeit mit einem so wichtigen Gast nun bald in euer Haus kommen lasst.

Schaut gerne auch mal auf der Seite Unterstützung vorbei, es ist eine wirklich sehr sinnvolle Investition, wo ich am Ende meines Jahres sogar wirklich selber mit der Jesuitenmission entscheiden darf, wo meine „Spendengelder“ hinfließen sollen, was ich hier vor Ort unterstützen möchte. Ich muss hier oft daran denken, dass wir in einem solchen Reichtum leben. Aber das ist nochmal eine andere Geschichte von der ich noch viel erzählen könnte…

Ganz liebe Grüße von meiner Dachterasse bei fast 30 Grad schon wieder :))
Esteffi


#3 ¡Viva México!

Nationalfeiertag in Mexiko: zu diesem wichtigen Event möchte ich nach dieser langen Zeit mal wieder ein Briefchen ins worldwideweb, euch meinen Lieben, versenden 😛

Datiert ist der Día Independencía auf den 16. de Septiembre. Die Vorbereitungen und die Freude auf dieses große Fest beginnen natürlich schon einige Wochen vorher, an dem jedes Haus die mexikanische Fahne sichtet, am Straßeneck jeglicher “Gruschd”, wie’s der Schwab zu bezeichnen versteht, in den Nationalfarben rot, weiß, grün erhältlich ist, und in der Schule fleißig an Choreographien und Aufführungen geübt wird.

Was die Freude hier so groß werden lässt? All meinen vielen Geschichteliebhabern 😛 möchte ich mit Folgendem einen kurzen Überblick geben:

Der Nationalfeiertag besinnt sich zurück an die Ereignisse des 16. September 1810, als der Gemeindepfarrer Miguel Hidalgo y Costilla, in dem kleinen Städtchen Dolores (heute Dolores Hidalgo, im Bundesstaat Guanajuato) zum bewaffneten Aufstand gegen die spanische Kolonialherrschaft aufrief. „¡Viva México! ¡Viva la independencía!“

Nach drei Jahrhunderten spanischer Herrschaft in Nueva España, wie Mexiko damals genannt wurde, strebten die Rebellen nach einem vereinigten, freien und unabhängigen Mexiko.

Nach anfänglichen Erfolgen der Rebellen-Truppe, die sogar Mexiko-Stadt unter ihre Kontrolle brachte, dauerte der Kampf noch bis 1820, bis sich der “Plan von Iguala” durchsetzte. Er garantierte die Gleichberechtigung aller Mexikaner – ausgenommen der indígenas (die bis heute noch unter Unterdrückung und Benachteiligung leiden müssen) – und setzte das nun genannte Mexiko 1821 in eine Monarchie um.

Heute wird dieses wichtige Ereignis beginnend am Vorabend des Unabhängigkeitstages, am 15. September, gefeiert. Menschenmassen versammeln sich auf den großen Plazas der Städte und Dörfer und um 23 Uhr wird in ganz Mexiko dann der „Grito de Dolores“ des Miguel Hidalgo nachvollzogen, bei dem sie den Aufruf mit mehrfachem patriotischem „¡Viva Mexico!“ (oder auch „Viva la virgen de guadalupe“, „vivan las chicas de Otranto (unser wohnheim 😀 bei eigener Feier)“,…) erwidern. Mit Feuerwerk, ordentlichem Feiern mit viel Tequila (-eine Kost auch für mich hier, ohne es am nächsten Tag zu bereuen :D) steigt die Fiesta dann bis tief in die Nacht, auch dank des darauffolgenden arbeitsfreien Tages. Das wurde mir hier nämlich stets sehr betont mitgeteilt, dass an diesem Tag nicht gearbeitet werden muss.

Warum das so besonders ist? Mexikanern stehen im Jahr nur wenige freie Tage zur Verfügung. Das Arbeitsrecht sieht es so vor, dass im ersten Jahr an einem (neuen) Arbeitsplatz einem Arbeitnehmer kein einziger bezahlter Urlaubstag zusteht, für uns Deutsche unvorstellbar, wann soll man denn dann in den Urlaub fahren?! Pro weiterem Jahr stehen nur zwei weitere Urlaubstage bis zum fünften Jahr dann zur Verfügung. Und man bedenke, dass Mexikaner eine 6 Tage Woche haben, der Sonntag auch kein Ruhetag für Geschäfte ist, somit viele auch 7 Tage die Woche arbeiten. 2 Wochen Urlaub am Strand “adieu” 😉

Zurück zum großen Fest kann gesagt sein, dass der Nationalstolz hier sehr ausgeprägt ist, die Mexikaner lieben ihr Land und die Helden der Vergangenheit über alles, was in Aufführungen meiner Schule und Wohnheim, Erzählungen, aber auch schlichtweg in den unzählbar vielen nach Nationalhelden benannten Straßennamen und Parks mit ihren Statuen ersichtlich wird.

Meine (Blinden-)Schule, in der ich arbeite (Ausführlicheres darüber ist ein extra Blog wert! :D) ließ  wie nun schon angeschnitten, den “Quinze de septiembre” (15. Sep) auch ordentlich hoch leben. Jede Klasse hatte ein eigenes Stück vorgeführt, die ältesten die äußerst wichtige Parade einstudiert. Bewundernswert, wie blinde Kinder wissen, wo das Publikum ist, also die Größe der Bühne wissen/abschätzen und sich meist in richtiger Richtung ausrichten (meinen kleinen Rackern ist dies natürlich nicht immer gelungen, aber war ich trotzdem super stolz auf sie mit ihrer feschen Kleidung, viele Jungen mit Anzug und gegeltem Haar, und keinem Mädchen fehlte eine mexikanische Schleife im Haar 🙂  )

IMG_20150915_111049IMG_20150915_111339IMG_20150915_1231266 Unabhänngigkeitsfeier 1 (6)

Zum Tage an dem man sein Lande feiert kamen nur einzelne Stimmen auf, die ihre sehr kritische und deshalb echt mutige Meinung vertraten:

Dass es kein Tag zum Feiern sei, mit einer Regierung, die mördet, stiehlt, betrügt. Korrupt ist und fraglich ist wohin die Steuern des Volkes fließen, in dem Gesundheitssystem dem Volk nicht wirklich Hilfe geboten wird, die Medien oder doch die Regierung falsch berichten…

Eine Freundin aus Guadalajara fasste dies sehr gut zusammen:

„El sistema.

Los funcionarios no funcionan.

Los políticos hablan pero no dicen.

Los votantes votan pero no eligen.

Los medios de información desinforman.

Los centros de enseñanza enseñan a ignorar.

Los jueces condenan a las víctimas-

Los militares están en guerra contra sus compatriotas.

Los policías no combaten los crímenes, porque están ocupados en cometerlos.

Las bancarrotas se socializan, las ganancias se privatizan.

Es más libre el dinero que la gente-

La gente está al servicio de las cosas.“

Da geh ich gerade ganz frech davon aus, dass jedermann der spanischen Sprache Herr ist, doch bleibt der Sinn nur so in vielen Phrasen der Wahre.

Die Polizei bekämpft nicht die Kriminalität, weil sie damit beschäftigt ist, sie zu erzeugen.

Die Richter verurteilen die Unschuldigen.

Das Militär ist im Krieg mit seinen eigenen Landsleuten .

Pleiten werden sozialisiert, Gewinne privatisiert .

Das Geld ist freier als die Leute…

So einige Probleme gibt es hier im Land, welche aber oft versucht werden zu verschweigen, sie hinzunehmen, kein Protest zu machen. Wie mir gesagt wurde, aus Angst. Angst vor der Regierung (Nun ja ich meine, ob die Schuld am Verschwinden der Studenten bei deren Protest wohl wirklich eine “Drogenmafia” nach Behauptung der Regierung trägt?…)

Und trotz all dieser vielen Unstimmigkeiten, Ungerechtigkeit und Probleme, sind sie alle stolz Mexikaner zu sein, jedes Kleinkind weiß die Nationalhymne und gefeiert wird trotzallem!

Was könnten wir daraus nun lernen?

Auch wir könnten stolz sein, auf ein so sicheres, “kleines” aber so wirtschaftsstarkes, aufgeklärtes, bedachtes, ideenreiches, menschenwürdiges,… und gerechtes Land. Na, der kommende deutsche Nationalfeiertag ist ja gleich eine passende Gelegenheit, zu feiern, zelebrieren und zu lernen, stolz auf die Heimat sein zu dürfen.

Viva México! – Es lebe Deutschland!

Eure esteffi


28. August 2015

#2 Wer wir sind

Ich glaube jeder, der diesen Blog hier liest, kann sich zu dem allseits bekannten und reichen Volk der Deutschen zählen. Doch was das bedeutet, erfahre ich tatsächlich erst am anderen Ende der Welt. Wenn man hier die Phrase “Soy de Alemania” von sich gibt, stößt man fast durchwegs auf positive Reaktionen, super freundlich hier also. Doch es stellt sich mir inzwischen die Frage, ob es wirklich nur (Gast-)freundschaft ist, wenn daraufhin Fragen gestellt werden, wie ob ein Foto mit einem gemacht werden darf, unzählbare Aufforderungen, sie unbedingt daheim besuchen zu müssen (und dabei allen Verwandten und Freunden vorgestellt zu werden…), bei Erzählungen Kreise um einen gebildet werden und etliche Freundschaften geschlossen werden wollen. Es lässt schon sehr an Prestige denken. Plötzlich steht nicht mehr nur den Menschen kennenzulernen im Vordergrund, sondern vielmehr die Deutsche, mit der man befreundet sein möchte…

Ich mache die Erfahrung, dass ich sogar in Mexiko, die “Weiße” bin. Was jemand damit verbindet ist klar – Reichtum, Schönheit, erste Klasse. Auf die Frage hin, was Mexikaner mit Deutschland verbinden, habe ich diese Denkweise auch so bestätigt bekommen.

Besonders schockiert hat mich aber die Aussage einer Einheimischen, die uns Deutschen den Grund dafür erklären versuchte. Man kann sich die (durchschnittliche) Denkweise in Klassen vorstellen, in denen die Indigenen des Landes ganz unten stehen, (obwohl man in Mexiko paradoxerweise sehr stolz auf Geschichte und Vorfahren ist…), gefolgt von den Mexikanern, über ihnen stehen die Gringos, Menschen aus den USA, weiter oben die Europäer, und indessen stellen die oberste Klasse dann noch die “Weißen” der Europäer dar. Krass! Doch erklärt dies so einiges…

Die Denkensweise eine so besondere Rasse darzustellen, herrscht denke ich also nicht nur hier, in einem schon sehr aufstrebenden Schwellenland auf dieser Welt. Und ist dies einem doch nicht Recht, so muss trotz allem zugegeben werden, dass Deutschland ja tatsächlich auf einem unvergleichlich höherem Standard lebt, und im Lande selbst nur “Problemchen” vorhanden sind. Man muss sich also eigentlich doch glücklich und wirklich dankbar schätzen, in so guten Verhältnissen aufgewachsen zu sein und nun deshalb eben Respekt und Aufsehen in den Begegnungen zu erfahren.

All diese Aussagen sollen nun aber keinesfalls abwertend oder boswillig gewertet werden, sondern schlichtweg meine Erfahrungen darlegen.

Ich kann mir dadurch sogar vielmehr vorstellen, wie es Menschen ergehen muss, die im Umgang mit anderen Rassismus erfahren: Nur ein Objekt darzustellen, nach seinen Äußerlichkeiten beurteilt zu werden und dagegen machtlos zu sein! Und das passiert ja auch schon vor der eigenen Haustür. Ich finde es ist richtig und wichtig, den Menschen, der hinter der Fassade hinter dem Wesen steckt, wahrzunehmen und zu erkennen, dass es wie einer selbst auch ein Mensch mit Gedanken und Gefühlen ist. Und vor dem Recht zu Urteilen, muss allenfalls das Kennenlernen stehen!

Auch wenn einem durch blaue Augen, blondes Haar hier nachgeschaut wird, will ich abschließend trotz allem gesagt haben, noch immer überzeugt zu sein, dass Mexikaner ein sehr hilfsbereites, herzliches, bemühtes und aufgeschlossenes Völkchen sind und ich voller Euphorie für dieses Land bleibe. 🙂

In diesem Sinne nachfolgend nun noch einige Bilder von diesem Mexiko, mit wunderschönen Architekturen, Landschaften und Besonderheiten!

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#1 ¡Hola Guadalajara! – Erste Eindrücke

Wie, erst vier Tage bin ich hier?

Es ist verrückt, dass die Zeit hier so schnell und sogar noch eher als in den letzten (wunderschönen, aber traurigen) Tagen des Abschieds, verfliegt. Dies mag wohl an den vielen bunten, interessanten und neuen Eindrücken und Erlebnissen liegen, aber auch an der Herzlichkeit all der Menschen um mich herum, die mir schon jetzt ein Gefühl des (neuen) Zuhauses geben.

Doch nichtsdestotrotz will ich mit dem Beginn meiner Reise starten.

Voller Euphorie bin ich am 13. August mit Franziska, meiner Mit-Freiwilligen, in den Flieger gestiegen und nach einem langen, interessantem Flug herzlichst von Armando, unserem Mentor, der für uns das Jahr über nun mit Rat und Tat in Guadalajara zur Seite steht, “Bienvenida” geheißen worden.

Wir wurden zur residencia de las religiosas de maría immaculada gefahren, einem von Schwestern geführten Wohnheim für Studenten (auch teils noch Schüler von weit her und Studenten, die derzeit arbeiten um das Studium finanzieren zu können – Bildung kostet in Mexiko!). Ich habe meine mexikanische Zimmermitbewohnerin kennengelernt, die hermanas (Schwestern) und zumindest einen Teil der 140 anderen chicas hier. Ums kurz zu halten nun einen kurzen Überblick über meine ersten Eindrücke und Assoziationen, Betonung jedoch auf ersten Eindrücke, es soll nicht zu schnell geurteilt sein, es klärt sich vieles vielleicht bald auch schon auf 🙂

Erste Taxifahrt: Wo ist hier ein Anschnallgurt?!

Erster Besuch en la ciudad (Stadt): Bunt, auf der Straße gehts rund (direkt auf einen Straßenumzug geraten, una romería Virgen de zopapan, einem Umzug der Verehrung Mariens, mit Tänzen von Indigenen Mexikos)

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Ein ca. 20 Meter langes Tau, mit dem ein Auto, mit großer Marienstatue darin, gezogen wurde

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Am Straßenrand Mariachi Musiker, tolle ausgeschmückte Straßenbögen mit daran befestigten Kistchen + Schnur, durch Ziehen wurde man von einer Ladung Konfetti/ Blumen überflutet

Erste Busfahrt: Es regnet Blätter zum Fensterdach rein! (Bäume hängen sehr weit in die Straßen rein mit der Kombination, dass die Fahrten ziemlich rasant sind)

Begegnung mit Schwestern/chicas: Soooo lieb, aufgeschlossen, herzensgut und hilfsbereit!

Interessant ist, dass die Schwestern ein sehr gutes, enges und umgängliches Verhältnis zu den chicas haben, keineswegs distanziert. Deshalb scheint es auch wie eine große Familie zu sein.

Erster Besuch eines (Art) Konzerts: Mariachi Musik Yeah! (Traditionelle mexikanische Musik) mit Tänzen von Teuchitlán, Indigene Mexikos, die durch ihren langandauernden rhythmischen Tanzstil ganz schön ins Schwitzen kommen

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Erste Mahlzeit: Super lecker! Anders, aber interessant. Scharf nach Wunsch, aber ja, es essen die Meisten, die ich kenne, ziemlich scharf 😉

Erstes Mal en un mercado (Markt): Wo das Auge hinfällt ist was los! Mit drei Stockwerken, von Kleidung bis (für mich) sehr exotischem Essen alles dabei

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birria tatemada – Fleisch mit Ziegenbockkopf, links:  Mariachi Musiker in traditioneller Kleidung

In den Straßen Guadalajaras: Vieles kann zu einem Essensstand/Grill umfunktioniert werden!
Aber auch Geschäfte wie bei unszulande, Bauten mit wunderschönen barocken Fassaden

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Erste Messe: Schön, wird von Gitarreninstrumental begleitet, es sind viele Leute aus der Gemeinde miteinbezogen, eine entspannte, aufgelockerte Atmosphäre, nach der Messe wird an einem kleinen Markt vor der Kirche noch ausgeharrt, ¡me encanta!

Nur ein Teil meiner vielen Begegnungen. Ich könnte alldem noch einiges mehr hinzufügen, doch werde ich darauf in den kommenden Einträgen, zudem mit einem sicher größeren Hintergrundwissen, zurückkommen.

Ich hoffe in Alemania ist alles gut,

Seid herzlichst gegrüßt!

Steffi (Estefanie)

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5 Kommentare

  1. Ola Estefanie,
    ich freue mich, dass Du gut angekommen bist und wie ich lese und sehe dich schon ganz gut eingelebt hast. Schön auch, dass Du von so vielen lieben Menschen umgeben bist. Gottes Segen für Dich und Deine Arbeit. Ich bin gespannt, was Du von Deinem Tun erzählen wirst.
    Liebe Grüße
    Marion Reichert

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  2. Hei Steffi, habe gerade erfahren, dass du in Mexiko bist durch Facebook. Finde ich echt cool 🙂 ich wünsche dir auf jeden Fall eine schöne Zeit und viel spannendes Neues, dein Bericht ist extrem cool geschrieben 🙂 Ich werde sicher ab und zu hier vorbei schauen 🙂

    Alles Liebe 🙂

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  3. ¡Hola! chica, ¿Cómo estás? Mehr spanisch kann ich nicht oder besser gesagt, ist nicht jugendfrei. Vielen Dank für Deine Eindrücke. Aber Du könntest uns ruhig noch mehr an Deinem Abendteuer teilhaben lassen.
    Wie sieht das Nachtleben aus? Kannst Du Dich auch mal rausschleichen eine Auszeit nehmen – ich hoffe die Schwestern können kein Deutsch, wenn doch dann behaupte dass Du mich nicht kennst.

    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Freude mit Deinen Mitmenschen.
    Osterhase

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  4. Hey Steffi,

    me gusta mucho tu blog! 🙂 – eine super Seite habt ihr da gebastelt!

    Ich wünsche dir noch viele weitere Aha!-Erlebnisse und dass du Mexiko mit allen seinen positiven und negativen Seiten erforschst und entdeckst!

    Du wirst sicher viele Erfahrungen für dich mitnehmen!

    Ich hoff die Kinder passen gut auf dich auf! – Und vergiss das Reisen nicht! 😉

    Saludos de Valparaíso 🙂

    Jonas

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